Das 12. P des 13-P-Marketing-Mix


Wir haben das 12. P des Marketing-Mix dem Erfolgsfaktor »Kundenorientierung« gewidmet und nennen es »Propellent« (deutsch: Treibstoff). »Kundenorientierung« ist eine der wichtigsten Erfolgstreiber im Marketing. Um sie zu leben, braucht es eine stringente Kundenstrategie, mit organisatorisch-verantwortlicher Verankerung im Unternehmen sowie mit standardisierten Prozessen und Regelkreis-Mechanismen. Marktdaten und Consumer Insights bilden dann die Grundlage für Innovationen sowie erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen.

»Kundenorientierung« als Marketing-Gestaltungsbereich

Das 12.P des Marketing-Mix fordert Sie dazu auf, die »Kundenorientierung« strategisch bewusst zu definieren. Sie ist, im Einklang mit den anderen 12 Marketing-Mix-Dimensionen, zu organisieren, taktisch auszutarieren und zu gestalten. Erst, wenn die Kundenorientierung im Unternehmen eine  feste und nachhaltige Stimme erhält, wenn eine »Persona« die »Kundenbrille« möglichst durchgängig trägt und den Kundenbedarf sowie die Kundenbedürfnisse vertritt, also mitsprechen sowie mit gestalten darf, wandelt sich ein herstellungsorientiertes zu einem kundenorientierten Unternehmen.     

Die Kundenstimme im Unternehmen

In unserem Buch »Green Franchising« (Bellone/Matla, mi-Wirtschaftsbuch, München 2012) hat Adrian Huber, vom Outdoor-Ausrüster Mammut, beschrieben, wie das Unternehmen intern für die Nachhaltigkeit sogenannte »Göttis« verankert hat. »Götti« ist ein schweizdeutscher Begriff. Er steht für »Paten«. Bei Mammut wurden alle Mitarbeitende in allen Abteilungen und über alle Hierarchiestufen hinweg zum Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert, involviert und motiviert. Ziel war es, Mitarbeitende zu freiwilligen Beteiligten zu machen. Die abgestimmte CSR-Strategie sollte von reinen Worten zu Aktionen führen. Die »CSR-Göttis« nahmen ihre Freiwilligen-Rolle sehr ernst, trugen ihren »Grünen Hut« und ihre »Brille der Nachhaltigkeit« während ihrer täglichen Arbeit und führten so zu zahlreichen und immer neuen Diskussionen. Darauf basierende konkrete Änderungen bewirkten letztlich die Neuausrichtung des Unternehmens. Adrian Huber sagte dazu abschließend: »Mit den Göttis ist es uns gelungen, das Thema in der Unternehmung zu verankern«.    

»Kundenorientierungs-Göttis«

Warum sollte man diese Erfolgsgeschichte nicht auch auf die Kundenorientierung übertragen? Wenn die Verantwortlichen aller Marketing-Mix-Bereiche eine »Kundenbrille« tragen würden, wenn sie dafür sensibilisiert, in das Thema involviert und für einen positiven Umgang mit der Kundenorientierung motiviert würden, würde sich das gesamte Unternehmen als Folge kundenorientierter verhalten. Produkte und Dienstleistungen, Preise und Vertriebswege, die Kommunikation, das Verhalten der Mitarbeitenden, die Gestaltung der Prozesse und äußeren Marken-Manifestationen, der Unternehmenszweck und seine Umsetzung, die Leistungsdaten, Kooperationen, eingesetzten Technologien und rechtlichen Schutzmaßnahmen würden menschlicher, kundenorientierter und damit letztlich auch wirtschaftlich erfolgreicher werden.    

Praxisarbeit mit dem 13-P-Marketing-Mix

Wie man mit dem 13-P-Marketing-Mix Megatrends wahrnehmen und als KMU für sich nachhaltig nutzen kann, zeigen wir Ihnen in unserem »Praxisbuch Trendmarketing Innovationskreislauf und Marketing für KMU« (Veronika Bellone/Thomas Matla, Campus Verlag, Frankfurt a.M. 2017).    

Wie Sie Ihre Dienstleistungsqualität mit dem 13-P-Marketing-Mix steigern und dabei Ihr Dienstleistungsangebot innovieren können, erfahren Sie in unserem »Praxisbuch Dienstleistungsmarketing – Inspirationen, Strategien und Werkzeuge für KMU«

(Veronika Bellone/Thomas Matla, Campus Verlag, Frankfurt a.M. 2018).

Mehr über 13-P-Marketing-Mix-Vorträge und -Workshops erfahren Sie hier.  Für Feedbacks und Rückfragen nutzen Sie bitte mein Kontaktformular.

Thomas Matla,

© 04-2019